Samstag, 27. Februar 2016

Und so weiter 1

Gestern bin ich nach einem Workshop mit Professor Kniesche gegangen, der über “Die Räuber” von Schiller erzählte. Der Workshop war auf Deutsch, aber Professor sprach klar und langsam und ich bin stolz darauf, dass ich fast alles verstehen konnte. Es war einen kleinen Vortrag über die Zeit, wann das Drama geschrieben wurde. Professor Kniesche erzählt über die künstlerlichen Neigungen der 1780s und die Wiederspiegelung der literarischen Polemik in das Theaterstück. Professor erklärte, dass Schiller sehr revolutionär für seine Zeit war, weil er gegen die Regeln des Klassizismus ging. Wir lasen eine Vorrede zur ersten Auflage der “Räuber”, dort sagte Schiller, dass er das Drama lebendiger und echter machten will. Schiller brach mit der Regel den “drei Einheiten”, die meinte, dass das Drama in eine Zeit und in einem Ort passieren soll und nur einen Konflikt oder eine Handlung hat.
Das andere wichtige Thema war die Gefühle der Generation von Schiller. Es war mit der bürgerlichen Jugend verbunden, die gut gebildet war, aber sich nach den eigenartigen Taten sehnte. Alle wollten Alexander der Große oder Prometheus sein. Deshalb bekommt Karl von Moor einen Räuber. Durch dieses Theaterstück kritisiert Schiller die Philosophie der Romantik, und dieser Gedanke ist neue für mich, weil ich glaubte, dass “Die Räuber” ganz romantisch ist. Schiller unterstreicht, dass vor allem Mann moralisch sein soll. Aus gleichem Grund kritisiert er die Aufklärung, weil die Aufklärung nur die Vernunft traute.
Ich habe den Vortrag viel genossen und jetzt will ich eine Stunde des Professors Kniesche nehmen.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Lieblingsautor: Fjodor Dostojewski

Das kann zu banal klingen, weil ich russisch bin, aber mein Lieblingsautor ist Fjodor Dostojewski. Ich habe das “Schuld und Sühne” zuerst gelesen, wann ich 16 Jahre alt war, und ich habe mich darin sofort verliebt. Danach habe ich fast alle seine Bücher gelesen und analysiert, und ich glaube, dass seine Philosophie einen starken Einfluss auf mich hatte. Sein Stil ist etwas total anderes als alle russische Schriftsteller und es ist eine Freude und eine Arbeit, seine Texte zu begreifen. Seine Romane sind ein bisschen ähnlich und man kann sagen, dass alle Texte ein großes Buch sind, aber das meint, dass er über die Wesen oder die Seele des Manns reflektieren hat.

Dostojewski hatte ein interessantes Leben. In der Jugend war er ein Sozialist, darum wurde er gefangen und danach sollte er hingerichtet werden, aber wenn er auf dem Platz der Hinrichtung stand, wurde das Urteil von dem Zar verändert und statt der Hinrichtung sollte er zur Zwangsarbeit in Festungshaft für vier Jahre gehen. Diese Erfahrung prägte seine Zukunft in hohem Maße. In seinen mittleren Jahren wurde Dostojewski einen Nazionalist und Konservative. Ich mag seine Persönlichkeit nicht, aber es stört ihn nicht, ein Genie zu sein.
Am liebsten mag ich “Die Brüder Karamasow” und “Die Dämonen” Bücher. Das Erstere war für mich eine kathartische Erfahrung. Dieser Roman erklärt den überwältigten Wert des Mannes und seine innere Schönheit. “Die Dämonen” ist einen Roman-Einblick darin, dass in Russland im Jahre 1917 passierte. Dostojewski hat die kommunistische Revolution geahnt und die Leute beschrieben, welche die Revolution machte. Ich kann beide Büchen gut empfehlen!

Sonntag, 14. Februar 2016

Günter Grass


Günter Grass (1927-2015) ist in Danzig geboren und er war stolz darauf, dass er ein Kaschuben* ist. Er ist ein bekannter deutscher Schriftsteller und Maler, und im Jahr 1999 hat er den Nobelpreis für Literatur bekommen. Sein Leben war sehr verschieden: seine Familie war religiös, aber er wurde gezwungen, ein SS-Mitglied während den II. Weltkrieg zu sein. Danach geriet er in die amerikanische Kriegsgefangenschaft, und nur nach dem Krieg konnte er eine Universitätseinbildung bekommen. Zuerst hat er in eine Kunstakademie studiert und er hat seinen ersten Roman geschrieben, wann er schon 31 Jahre alt war. Er war ein politische Aktivist und Sozialist auch und schrieb Gedichte und Dramen.
Der bekannteste Roman von Grass heißt “Die Blechtrommel” (1959). Er ist ein ersten Teil der Danziger Trilogie und schildert das Leben des Mannes, der entschlossen hat, ein ewiges Kind zu bleiben. Die Trilogie erzählt über die historischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und wirft die Themen des historischen Gedächtnis und Nationalsozialismus auf. In seinen Werken spricht Grass über die Vergangenheit und die Fragen der Schuld und des Vergessens. Er hat einige aktuelle Romanen geschrieben, dort er über die geteilte Deutschland denkt nach.

*Kaschubei ist ein historisches Land in Polen mit seinen Sitten und Sprach